Chronologie

Transparent von unbekannten KünstlerInnen. Foto: Alexandra Gschiel

19.07.2011
Das Grazer Künstler_innenhaus wird nicht nur umgebaut, sondern auch umstrukturiert. Zu diesem Zweck lud LR Buchmann am 19.07.2011 ca. 40 Grazer Kulturschaffende, KuratorInnen und JournalistInnen zu einer Enquete ins sogenannte Künstlerhaus, darunter auch eine Vertreterin der IG Kultur Steiermark. In 6 Gruppen wurden Ideen zur Zukunft des Hauses gesammelt.

Die wichigsten Ergebnisse für eine Profilbildung des Hauses waren:
* die Öffnung für die gesamte künstlerische Szene der Steiermark
* der Fokus soll auf der zeitgenössischen Kunst liegen (Mut zum Experiment und zum Risiko)
* eine unabhängige Struktur: Selbstverwaltung durch einen neu zu gründenden Dachverband
* eine vom Dachverband auf Zeit gewählte Jury
* die kostenfreie Nutzung durch die von der Jury ausgewählten Projekte

12.10.2011
Am 12.10.2011 lud LR Buchmann zu einer zweiten ganztägigen Enquete „Neuorientierung des KünstlerInnenhaus“ ein.

Wieder folgten viele aus dem breiten Spektrum der steirischen Kulturlandschaft dieser Einladung. Trotz äußerst unterschiedlicher Positionen der VertreterInnen von so verschiedenen Organisationen wie z.B. dem Universalmuseum Joanneum, der KSG sowie VertreterInnen der freien Szene konnten Eckpunkte des Profils definiert werden:

* Das KünstlerInnenhaus soll für zeitgenössische steirische KünstlerInnen, unabhängig von deren Wohnort, zur Verfügung stehen und ist im Spannungsfeld des regionalen und internationalen Austausches zu sehen.
* Das KünstlerInnenhaus soll ein Ort der Kunstöffentlichkeit sein, geprägt von niederschwelligem Austausch mit der Gesellschaft und in Bezug zu den bereits vorhandenen Institutionen in der Stadt.
* Neben den Veranstaltungen und Ausstellungen sollte eine “Freie Akademie” Teil des KünstlerInnenhauses sein. All dies immer unter der Prämisse von Qualität mit Risiko!

Weiters konnte man übereinkommen, dass in den kommenden zwei Wochen detaillierte Konzepte zur Neuorientierung des KünstlerInnenhauses an LR Buchmann übermittelt werden. Die IG Kultur Steiermark wird eine Arbeitsgruppe aus KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen bilden, um ein Detailkonzept für ein selbstverwaltetes KünstlerInnenhaus auszuarbeiten.

12.10.-25.10.2011
Die IG Kultur Steiermark begann, die in der Enquete anwesenden KünstlerInnen, die für das Konzept eines selbstverwalteten Hauses eintraten, zu vernetzen. Zudem wurde bereits von Anfang an begonnen, diesen Kreis zu erweitern. Schliesslich traf sich eine Arbeitsgruppe von ca. 15 Personen und sammelte in einem gemeinsamen Brainstorming Ideen und Vorschläge für die zukünftige Nutzung des Hauses. Das Resultat: Das Manifest.

26.10.2011
Übersendung des Manifestes an LR Buchmann.

03.11.2011
Pressekonferenz der Arbeitsgruppe zum Manifest